Tagebaulandschaften

In ihren Tagebaulandschaften setzt sich Kathrin Schöne in Öl, Acryl, Tusche und Pastell mit den tiefgreifenden Veränderungen der Lausitz auseinander. Aufgerissene Erdschichten, weite Horizonte und Spuren industrieller Nutzung bilden menschenleere Räume von beklemmender, zugleich monumentaler Wirkung. Dicht aufgetragene und übereinandergeschichtete Farbe macht den Eingriff in den Boden beinahe körperlich erfahrbar. Ortsamen, Grundrisse und schemenhafte Häuser erinnern an Orte, die dem Braunkohleabbau weichen mussten. Doch zwischen Abbaukanten und verwüsteten Flächen erscheint neues Grün. „Immer wieder wächst das Gras“ wird zum Zeichen der Rückkehr der Natur – ohne die Erinnerung an das Verschwundene auszulöschen.